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Vom Notfallsanitäter zum Taucher-Rettungssanitäter

Taucher-Rettungssanitäter
Vom Notfallsanitäter zum Taucher-Rettungssanitäter
Wer hilft Polizeitaucherinnen und -tauchern, wenn sie während des Einsatzes einen medizinischen Notfall erleiden? Wieso ist es so wichtig, speziell für die Rettung von Tauchern ausgebildet zu sein?
Nora Thieme, LAFP NRW

Polizeitaucherinnen und -taucher sind einer Vielzahl von gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Mögliche Unglücke bei den polizeilichen Tauchgängen können schwere Folgen nach sich ziehen und sind aus medizinischer Sicht sehr speziell.

Um den Taucherinnen und Tauchern der Polizei NRW die größtmögliche Sicherheit während ihrer Einsätze garantieren zu können, werden sie stets von sogenannten Taucher-Rettungssanitätern begleitet. Diese speziell geschulten Sanitäter des Polizeiärztlichen Dienstes (PÄD) der Polizei NRW wurden bislang als Teil einer Kooperationspartnerschaft bei der Marine oder der Bundespolizei ausgebildet. Aufgrund des hohen Bedarfs fand in diesem Jahr zum ersten Mal ein eigens vom LAFP NRW ausgerichteter Lehrgang statt. 

Doch wieso ist es so wichtig, speziell für die Rettung und Versorgung von Tauchern ausgebildet zu sein? 

„Taucherinnen und Taucher zeigen im Fall eines Unfalls oder Unglücks andere medizinische Auffälligkeiten und Krankheitsbilder als Patienten an Land“, so Dr. Thomas Schleuß als einer von zwei Taucherärzten bei der Polizei NRW, an dessen Expertise sich sowohl bei der Konzipierung als auch bei der Durchführung des Lehrgangs bedient wurde.

Es handelt sich somit immer um Notfälle, die mit dem entsprechenden Fachwissen behandelt werden müssen. „Im Vergleich zum „normalen“ Notfallsanitäter muss der Taucher-Rettungssanitäter besondere – auf den Bereich des Tauchens abgestimmte – Fachkenntnisse und Fähigkeiten besitzen“, so Dr. Schleuß weiter.Zu diesen Kenntnissen zählen tauchspezifische Reaktionen des menschlichen Körpers, die zum Beispiel durch die Abweichung vom Normaldruck entstehen können.

Was macht diesen Lehrgang beim Dezernat 32 des LAFP NRW so besonders?

„Da es sich um einen Lehrgang handelt, der in dieser Form noch nie durch das LAFP NRW ausgerichtet wurde, steckt auch dementsprechend ein besonderer Planungsaufwand dahinter“, sagt Lehrgangsleiter Werner Bertels.

Dass der erste eigens durch das LAFP NRW geplante und ausgerichtete Lehrgang dieser Art ein voller Erfolg ist, bestätigt auch der zuständige Dezernatsleiter Polizeirat Dominik Helms: „Ich danke allen an der Planung und Durchführung beteiligten Personen für den reibungslosen Ablauf und die gute Zusammenarbeit zwischen allen Instanzen. Da wir auch durch viele externe Referenten wie zum Beispiel Mitarbeitende der Uniklinik Münster oder dem Leiter der Druckkammer des Krankenhaus Bergmannsheil in Gelsenkirchen unterstützt wurden, war es umso wichtiger, dass alle einzelnen Zahnräder ineinander griffen.“

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